Wissenswertes über das Schleifen und Versiegeln

Holz und Korkböden können, wenn Sie unansehnlich geworden sind, wieder neu geschliffen und versiegelt werden. Ausnahme: plastifizierter Kork. Leider gibt es heutzutage viele schwarze Schafe, welche den Boden nur etwas anschleifen. Dies spart zwar Zeit und Geld, kann aber gravierende Nachteile haben:

  • unschöne Stellen verbleiben im Holz.
  • das Holz wird nicht gleich hell wie bei einem korrekt geschliffenen Boden
  • Reste von Putzmitteln oder Chemikalien welche nicht genügend entfernt worden sind, können das Holz verfärben (das kann auch bei einem gut geschliffenem Boden passieren, ist aber sehr selten)
  • Der aufgetragene Siegel haftet eventuell nicht korrekt

    Darum ist es sehr wichtig den Boden sauber abzuschleifen!

    Zuerst wird ein Grobschliff gemacht, welcher diagonal, längs und quer zum Holzlauf
    pro verwendeter Körnung je 1 – 2 Mal durchgeführt wird. Damit werden unschöne Stellen sauber ausgeschliffen.

Dann folgt der Mittelschliff, welcher hauptsächlich zum beseitigen von Ansätzen und Schleifspuren des Grobschliffes dient. Wird ebenfalls wie oben beschrieben ausgeführt.
Danach können mit Kitt Löcher und Spalten ausgefugt werden.

Nach Trocknung des Kittes folgt der Feinschliff in ca. 3 – 4 Schleifgängen. Nun wird der Boden gründlich gesaugt, mit einem feuchten Tuch entstaubt und ist nun bereit zum versiegeln. Die gebräuchlichsten Systeme sind:

  • Wassersiegel (mittlere bis starke Beanspruchung)
  • DD-Lack (sehr starke Beanspruchung)
  • Oel (leichte bis mittlere Beanspruchung, bei starker Beanspruchung muss periodisch nachgeölt werden)

Welches Siegelsystem eingesetzt wird, hängt vom Holz, der Belastung und der gewünschten Optik ab. Dies wird während der Beratung abgeklärt.
 
Geölte Böden bedürfen laufender Pflege (nachölen), normal versiegelte Böden können einfach feucht aufgewischt werden.

 

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