Wissenswertes über Bambus

Eine der größten Bedrohungen für die Menschheit ist zweifellos die grenzenlose Ausbeutung der natürlichen Ressourcen unserer Erde. Eine dieser gefährdeten Ressourcen ist Hartholz, insbesondere die tropischen Holzarten.

In der Wachstumssaison wächst der "Riesenbambus" 30 cm bis 50 cm pro Tag und kann schließlich 15 bis 30 Meter hoch werden, mit einem Stammumfang von 35 cm und mehr. Weltweit gibt es mehr als 1500 Bambussorten: Der "Riesenbambus" wächst allerdings nur in (sub)tropischen Klimazonen.

Das bedeutendste Bambusreservoir der Welt befindet sich in China. Dort wächst der "Riesenbambus" Phyllostachys pubescens, auch Moso genannt. Diese Sorte wird bereits seit Jahrhunderten als Alternative zu Holz eingesetzt. Der Moso wächst in ausgedehnten Urwäldern, aber auch auf durch Bauern bewirtschafteten Plantagen. Jährlich kann ungefähr ein Drittel aller Bambusstämme gefällt werden, ohne dass der Bambusbestand dadurch reduziert wird.

Die Umweltfreundlichkeit bei Bambus fällt zweifellos positiv aus. Die Art und Weise des Abholzens und des Anbaus sind wesentliche Umweltargumente. Die Mutterpflanze produziert jährlich mehrere neue Sprossen, so dass in einer Plantage nach 5 Jahren alle ausgewachsenen Stämme geerntet werden können, ohne dass der Wald an Umfang abnimmt. Das Wachstum einer Bambusplantage wird durch regelmäßiges Abholzen sogar noch gefördert. Diese Vorgehensweise sorgt für einen noch größeren Zuwachs neuer Sprossen und ist eine Garantie für die Qualität der nächsten Ernte.

Bambus ist in Asien eine Selbstverständlichkeit. Die Menschen in Asien benutzen Bambus als Baumaterial für ihre Häuser, für Baugerüste und Hängebrücken, als Behälter für Essen und Trinken, für Zäune, Körbe und kunstvolle Geflechte, als Grundmaterial für allerlei Geräte im Haus und bei der Feldarbeit, als Waffe, als Nahrungsmittel, als Viehfutter und als Medizin. Es gibt weltweit gesehen kaum einen universelleren Rohstoff als Bambus, sei er nun bleistiftdünn oder dick wie ein Ofenrohr.

Jährlich werden weltweit rund 20 Millionen Tonnen Bambus geerntet. Die produktivsten Länder – China, Indien und Burma- verfügen zusammen über knapp 20 Millionen Hektar Bambusfläche.

Bambus kann bis zu einem Meter innerhalb 24 Stunden wachsen. Wo immer Bambus statt Holz verwendet wird, schont man die deutlich langsamer wachsende Ressource Wald. Bambus produziert viermal mehr Holz als z.B. Eiche. Bambus erzeugt erheblich mehr Sauerstoff als Bäume, begünstigt somit das natürliche Ökosystem und verhindert auch die durch Rodung entstehende Bodenerosion, weil er sich durch unterirdische Triebe, ein dichtes Netzwerk, vermehrt und verbreitet.


 

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